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Luzia Fuchs-Jorg Gestern Mitarbeiter, heute Führungskraft | 10.05.2010

Gleich nach der Feier des Avancements folgt nicht selten der Katzenjammer. Wenn bei der Bestellung eines Kollegen zum Leiter des eigenen Teams Systemgesetze verletzt wurden (z.B. Seniorität, vereinbarte Leistungsziele), kann es bei den Mitarbeitern zum beleidigten Rückzug, zu subversivem Verhalten, latenten Aggressionen bis hin zum Mobbing kommen. Doch das ist mit einem 7stufigen Plan heilbar!

  1. Der neue Chef muss seine Führungs“kraft“ im Gespräch mit den Mitarbeitern entwickeln, Widerstände orten und bearbeiten - und für sich selbst die Aufgaben und Ziele definieren.
  2. Dann kann er Grenzen setzen, Regeln definieren und unangemessene Themen aus der Vergangenheit („Leichen im Keller“) zielorientiert bearbeiten.
  3. Eigene (Führungs-)Werte klar zu machen, Gruppenwerte im Team entwickeln und alte Muster verabschieden, ist im nächsten Schritt die Voraussetzung, um Vertrauen zu entwickeln.
  4. Auf der Vertrauensbasis kann nun Sinn gestiftet werden, das „Team neu“ belebt und übergangene Mitbewerber durch Übertragen neuer herausfordernder Aufgaben eingebunden werden.
  5. Wichtig ist nun, den eigenen Stil  zu dokumentieren und das Neue gegenüber dem Vorgänger („Wer in den Fußstapfen der anderen geht, hinterlässt keine Spuren“) deutlich zu machen.
  6. Alte Vertraulichkeiten  und Achsen müssen durch das neue Verhältnis von Nähe und Distanz ersetzt werden und  die neue Einsamkeit in der neuen Rolle akzeptiert werden.
  7. Die Mitarbeiter sollten die Chance  des Abschieds vom Vorgänger und von der Vergangenheit erhalten.
     

Bewusst und mit professioneller Begleitung realisiert, können so alte Verletzungen geheilt, kann neue Energie aufgeladen und der Weg zum Dreamteam eingeschlagen werden.